Am 30. August standen in Israel fünf von sechs großen Entsalzungsanlagen an der Küste still. Auslöser war eine Mikroalgenblüte, die vermutlich aus dem Nildelta stammt, begünstigt durch Meerwasser von über 30 °C. Mekorot sprach von einem „extremely rare event“. Die Versorgung lief über den See Genezareth, Brunnen und Reserven weiter. Laut CNN liefert die Entsalzung mindestens 65 % des Trinkwassers.
Am 5. Oktober liefen Ashdod mit 66 %, Sorek B mit 60 % und Palmachim mit 85 %. Für Ersatzmembranen gibt der Staat nach einer Analyse von Calcalist rund 45 Mio. NIS (15 Mio. USD) aus. Eine ungewöhnliche Schädigung der Membranen wurde bisher nicht festgestellt.
Die Gefahr kam diesmal nicht von außen, sondern aus dem Meer selbst. Eine Anlage ist so sicher wie ihre Entnahme, und ein Land mit diesem Anteil braucht Ausweichwege, die vorher geplant sind.

