Im November 2018 schrieben Glada Lahn und Nouar Shamout in einem Expertenkommentar von Chatham House über die Wasserkrise in der irakischen Provinz Basra. Bis Ende Oktober zählten Krankenhäuser nach Angaben der Gesundheitsbehörden über 100.000 Aufnahmen wegen Vergiftungen. Bei geringem Abfluss der Flüsse drang im Sommer Meerwasser vor, viele Aufbereitungsanlagen waren für den hohen Salzgehalt nicht ausgelegt. Laut dem Beitrag lief eine rechtliche Untersuchung, warum 13 von Geberländern gelieferte Entsalzungsanlagen seit ihrer Fertigstellung 2006 nicht arbeiteten.
Der Beitrag zeigte, dass in Basra nicht nur fehlende, sondern auch ungenutzte Entsalzungskapazität zur Krise beitrug und dass die Wasserfrage über die Grenzen des Irak hinausreichte.

