Im Oktober 2017 billigte der spanische Ministerrat laut Mitteilung der Regierung (La Moncloa) einen Kredit von bis zu 12,18 Mio. Euro für ein Meerwasserentsalzungsprojekt in Marokko. Kreditnehmer war das nationale Strom- und Trinkwasseramt ONEE, das Geld kam aus dem spanischen Fonds zur Internationalisierung von Unternehmen (FIEM). Die Anlage sollte mehrere Orte in den Regionen Al Hoceima und Nador mit Trinkwasser versorgen, Lieferant war das spanische Unternehmen Tedagua. Der Kredit war mit 0,1 Prozent im Jahr verzinst und lief bis zu 40 Jahre, davon 20 tilgungsfrei, Marokko bürgte dafür.
Der Beschluss zeigte, dass Marokko seine Entsalzungsvorhaben damals auch über zinsgünstige bilaterale Kredite finanzierte und dass Spanien damit eigene Anlagenbauer förderte: Mehr als 45 Prozent der Güter und Leistungen sollten aus Spanien kommen.
Quelle: La Moncloa

