Im Juli 2017 berichtete Libyan Express, dass die Stadtverwaltung von Tobruk im Osten Libyens einen humanitären Notstand erklärt hatte. Anlass war der wachsende Wassermangel, denn die städtischen Entsalzungsstationen galten als veraltet, unbrauchbar und dringend sanierungsbedürftig. Die Erklärung fiel bei einem Treffen mit Vertretern anderer Gemeinderäte. Zugleich gingen Bürger auf die Straße und forderten von den Behörden und dem Repräsentantenhaus rasche Abhilfe. Sie drohten, staatliche Einrichtungen der Stadt nach einer Woche zu schließen.
Die Meldung zeigte, wie stark eine Küstenstadt damals von ihren Entsalzungsstationen abhing und wie schnell deren Verfall in eine politische Krise mit Straßenprotesten umschlug.
Quelle: Libyan Express

